Viele meiner unten aufgeführten Workshopangebote sind in verschiedenen Längen, für unterschiedliche Gruppengrößen und mit Schwerpunkten für euren Kontext möglich. Auch Empowerment‑Formate oder Zine‑Workshops zu diesen und weiteren Themen biete ich gerne an.
Theorie fließt gelegentlich als Impuls mit ein, ist grundlage meiner Praxis, steht aber in der Regel nicht im Vordergrund in meinen Angeboten. Im Fokus stehen Austausch, Reflexion, Ausprobieren und neugieriges Fragen.
Schreib‘ mir gern, dann klären wir zusammen, welche Schwerpunkte und Methoden für euch und euren (Arbeits‑)Alltag sinnvoll sind.

Spielkultur

Dieses Angebot richtet sich an alle, die mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten und über digitale Spiele sprechen möchten, auch ohne diese selbst zu spielen. Wir holen uns einen Überblick über die aktuelle Game‑Landschaft und finden heraus, wie digitale Spiele als Anknüpfungspunkte in (politischer) Bildungsarbeit genutzt werden können.
Im Fokus stehen Austausch, Haltung und Sprache: Wie sprechen wir über digitale Spiele, ohne selber eine Expert*innenrolle einzunehmen? Welche Chancen eröffnen digitale Spiele als Gesprächsanlass mit unseren Zielgruppen? Wie lassen sich auch unsere Unsicherheit und Skepsis in Neugierde und gemeinsame Lernprozesse umwandeln?
Der Workshop schafft Raum für Fragen, Sammeln von Gesprächsansätzen und konkrete Anregungen für die Praxis.

Welche Spiele, Mitspieler*innen und Regeln haben unsere Kindheit und Jugend geprägt, und wie formen diese Erinnerungen unser heutiges Verhältnis zu Spiel?
In diesem Workshop nähern wir uns der eigenen Spielbiographie mit biografischen Methoden, Collagen und Spurensuche. Wir machen für uns sichtbar, was und mit wem wir gespielt haben, welche Bedeutungen Spiel in unterschiedlichen Lebensphasen von uns hatte und wie persönliche Spielerfahrungen mit unseren gesellschaftlichen Positionen verwoben sind.
Welche Zusammenhänge finden wir zwischen Herkünften, (De)Privilegierung, Positioniertheiten und unseren Spielverhalten und – Vorlieben? Welche Rolle spielt Spiel heute für unser Wohlbefinden, unsere Arbeit oder auch Beziehungen?
Zusammen gehen wir neugierig auf die Suche in unserern Spielbiographien. 

Du hast eine Idee für eine spielerische Methode, aber nie die Zeit gehabt oder genommen, sie umzusetzen?
In
dieser offenen Werkstatt widmen wir uns angefangenen Entwürfen in euren Schubladen. Vom queerfeministischen Memory über Zuordnungs‑Übungen von klassistischen Zitaten bis hin zum Moderations‑Textadventure. Gemeinsam prototypen, testen und geben wir kollegiales Feedback, sodass aus Skizzen handhabbare Methoden werden.
Welche Zielgruppe willst du erreichen, welche Regeln und Materialien braucht dein Format, und wie lässt es sich in deine Arbeits, Bildungs‑ oder Aktivismuskontexten adaptieren?
Der Fokus liegt auf Praxis, gegenseitiger Unterstützung und konkreten Umsetzungsschritten.

Mini‑Formate können niedrigschwellige, kurze Lern‑ und Austauschmomente schaffen. In diesem Workshop entwerfen wir Postkartenspiele, Zines oder Bullshit‑Bingos.
Wir überlegen Regeln, Sprache und Gestaltung so, dass Formate leicht teilbar und in unterschiedlichsten Settings einsetzbar sind.
Wie werden Regeln klar und inklusiv formuliert? Welche Themen lassen sich in wenigen Minuten ansprechbar machen? Welche Materialien und narrative Kniffe machen ein kleines Format wirksam? Warum dürfen Sachen auch einfach mal DIY und „unperfekt“ sein?
Am Ende gehen wir mit Prototypen nach Hause oder einfach weiter in die nächste Veranstaltung zum ausprobieren. 

Medien kritisch im Blick

Für alle, die erzählen in Games, Literatur, Theater, Film oder anderen Medien.  Dieses Angebot bietet eine kompakte Einführung in Begriffe rund um queeres Leben und eine kritische Auseinandersetzung mit normativen Erzählmustern. Wir arbeiten daran, wie queeres Leben nicht alsbunter“ Nebensatz, sondern als integraler Teil von Welten gedacht und gestaltet werden kann.
Welche eigenen Vorstellungen von beispielsweise Geschlecht oder Beziehungensformen habe ich, die in meine Geschichten einfließen?Wie lassen sich normative Annahmen im Plot und in Figurenkonzeptionen vermeiden, sichtbar machen oder herausfordern?

Wie wird „Klasse“ in Filmen, Serien, Spielen oder Büchern sichtbar, und was macht das mit unserer Wahrnehmung? Nach einem kurzen inhaltlichen Einstieg analysieren wir, wo klassistische Bilder und Stereotype reproduziert werden und wo Medien empowernde oder realistische Repräsentationen zeigen.
Wir fragen: Welche Erzählmuster verfestigen soziale Vorurteile, welche Bilder öffnen Räume für alternative Perspektiven, und wie beeinflusst das, was wir konsumieren oder selbst gestalten?
Der Workshop verbindet Medienkritik mit Reflexion der eigenen Rezeptionsmuster und kann je nach Gruppe stärker analytisch oder praxisorientiert ausgerichtet werden.

Wir blicken auf die Konstruktion von Monstern in Medien und ihre Verknüpfungen zu Ableismus, Rassismus und anderen Konstruktionen des „Anderen“. Der Workshop kombiniert kritische Analyse mit kreativen Überlegungen:
Welche
Ängste werden projiziert, welche Ausschlüsse reproduziert, und wo liegt auch ein Norm-Sprengendes Potenzial von Monstern?
Gemeinsam
überlegen wir, wie monströse Figuren abseits diskriminierender Logiken gestaltet werden können, zur Selbstermächtigung oder Kritik genutzt werden können und welche narrativen Entscheidungen andere, inklusivere Bilder ermöglichen.

Technoableismus bezeichnet eine Form von Ableismus, der die Vorstellung zu Grunde liegt, Behinderung sei ein Problem, dass durch Technologie gelöst werden kann.  
In diesem Workshop untersuchen wir die darunter liegenden ableistischen Annahmen und welche eigenen Vorstellungen wir damit verbinden. Wir diskutieren Sci‑Fi‑ und Zukunftsgenres wie Solarpunk oder Cyberpunk, reflektieren eigene Vorstellungen von Zukunft und überlegen, wie inklusivere, realistische Zukunftsszenarien aussehen können. Welche Annahmen über Kapazität, Autonomie und Fortschritt prägen unsere Erzählungen und wie lassen sich diese neu denken?

Weitere Angebote

Was bedeutet Wohnen, besonders für Menschen, deren Alltag stark an einen festen Wohnraum gebunden ist?
Wir nutzen den eigenen Wohnraum als Ausgangspunkt für kollektives Nachdenken über Nähe, Fürsorge, Isolation und Sichtbarkeit. Welche Routinen strukturieren deinen Tag, welche Formen von (Für)Sorge finden statt und welche fehlen? Welche Rolle nehmen digitale Räume dabei in deinem Alltag ein?
Durch persönliche Beispiele, Austausch und Reflexion erkunden wir, wie unsere Wohnräume unsere Lebensentwürfe formen und welche Handlungsspielräume sich daraus ergeben.

Access Intimacy beschreibt die Erfahrung von Verbundenheit, die entsteht, wenn Zugangsbedürfnisse verstanden und respektiert werden, nicht als logistisches To‑do, sondern als Form von Verbundenheit.
In diesem Workshop nähern wir uns dem Konzept über Texte, Austausch und kreative Übungen:
Was bedeutet Access Intimacy für dich, wie erlebst du Zugang als Form von Sicherheit, Intimität oder Verbundenheit, und wie lässt sich diese Praxis in Alltag und Gruppe mehr herstellen?
Je nach Zeit und Zielgruppe entsteht Raum für Collagen, Liebesbriefe an Freund*innen oder konkrete Überlegungen, wie ein Umgang mit Zugangsbedarfen in Team‑ und Veranstaltungskontexten aussehen kann. 

Wir schauen uns an, wie soziale Herkunft und Zugehörigkeit queere Lebensrealitäten prägen. Nach einem kurzen Überblick über zentrale Begriffe stehen die Perspektiven und Erfahrungen der Gruppe im Mittelpunkt:
Wie
beeinflusst Klassismus euren Alltag und welche Rolle spielt euer Queersein dabei? Welche Ressourcen oder Strategien habt ihr bereits entwickelt, um mit Klassismus umzugehen, und welche Fragen bewegen euch? Ziel ist ein offener Raum zum Austausch, um Überschneidungen sichtbar zu machen und voneinander zu lernen.