Für eine Anfrage erreichst du mich unter info@spielmachtbildung.de
Mir helfen konkrete Information zu deinem Anliegen, soweit das bereits möglich ist. Das beinhaltet u.a Ziele/Wünsche/Vorstellungen für das Format, Informationen zur Zielgruppe und Rahmenbedingungen.
Der Großteil meiner Arbeit findet online statt, ich arbeite aber auch in Präsenz. Ich arbeite in der Regel im Team, z.B. gemeinsam mit meinen Kolleg*innen aus dem Kollektiv stuhlkreis_revolte.
Ich bevorzuge Kommunikation mit einem kollegialen „Du“ und bitte für mich von der Verwendung binärgeschlechtlicher Ansprachen und Pronomen abzusehen und mich statt dessen beispielsweise mit „Liebe*r Momo (Schaak) / Guten Tag Momo (Schaak)“ o.ä. anzusprechen. Teil mir gerne auch mit, wie du von mir angesprochen werden möchtest.
Honorar
Transparenz und pro-aktive Kommunikation bezüglich deines Budgets sind für mich Teil einer guten Zusammenarbeit.
Als Freiberufler*in bin ich auf faire Honorare angewiesen, um Zeit für Akquise, Steuern, Sozialabgaben, laufenden Kosten, Reserven für Krankheitsausfälle und kontinuierliche Weiterbildung abzudecken.
Die Kosten sind Abhängig von der Auftragsdauer, Zeit für Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung und dem Format.
Gleichzeitig verstehe ich meine Arbeit auch als politische Arbeit. In manchen Fällen nehme ich Soli-Anfragen an, also Anfragen bei denen ich zu niedrigeren Sätzen, im Tausch oder kostenfrei arbeite. Damit unterstütze ich z.B gerne selbstorganisierte Gruppen, Initiativen und Organisationen mit erschwertem/keinem Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten. Schreib‘ mich gerne an und wir können schauen, ob es zu dem Zeitpunkt für mich möglich ist mit euch zusammen zu arbeiten.
Manchmal lohnt es sich für Projekte auch, Anträge auf Fördermittel zu stellen. Unterstützung dafür bekommt ihr z.B. durch das Netzwerk Selbsthilfe, die regelmäßig auch das „Fördertöpfebuch“ herausgeben: http://www.netzwerk-selbsthilfe.de/foerderung/foerdertoepfe/
Access Rider
Damit ich meine Arbeit gut und sicher machen kann, bin ich auf bestimmte Rahmenbedingungen angewiesen.
Ein Access Rider ist dafür da, diese Bedingungen transparent zu machen. Für mich ist das ein Weg, Verantwortung dafür miteinander zu teilen und Zugänglichkeit nicht als Hindernis, sondern als gemeinsamen Prozess zu verorten. Dieses Dokument wird sich zusammen mit mir, meinen Perspektiven und Zugangsvoraussetzungen, im Laufe der Zeit wahrscheinlich immer wieder verändern.
Das Konzept Access Rider hat sich aus der Disability Justice Bewegung entwickelt und wurde maßgeblich von behinderten und chronisch kranken (u.a queeren) BIPoC-Aktivist*innen geprägt.
Mir ist bewusst, dass das aus Auftraggebenden-Perspektive ungewohnt oder herausfordernd sein kann. Vielleicht rüttelt es auch an eigenen Selbstverständnissen, zum Beispiel darüber, wie flexibel Strukturen wirklich sind, wenn es darum geht, mit behinderten und/oder chronisch kranken Moderator*innen und Prozessbegleiter*innen zu arbeiten oder auch an den eigenen Erwartungen wie offen über Behinderung und vor allem chronische Erkrankungen kommuniziert wird.
Ich lade dich ein, diesen Text nicht als Checkliste zu lesen, sondern als Gesprächs- und Planungsgrundlage. Wenn etwas unklar oder (noch) nicht möglich ist, melde‘ dich gerne bei mir.
Ein Großteil meiner Anforderungen zielt darauf ab, einem Schmerzschub, Crash oder Überreizung oder anderen Folgen von Überlastung vorzubeugen sowie Infektionen aufgrund meiner erhöhten Infektanfälligkeit. In der Regel muss ich die Konsequenzen (und Kosten) hierfür selbst tragen, oft auch über mehrere Tage hinweg. Das hat Einfluss auf meine allgemeinen Arbeitskapazitäten. Während der Arbeit vor Ort wirst du davon in der Regel wenig merken, online noch weniger. Wenn ich etwas zusage, halte ich mich an die Absprachen oder informiere rechtzeitig, falls Änderungen erforderlich sind.
Was meine Arbeitsrealität beeinflusst
Chronische Schmerzen: An Tagen mit stärkeren Schmerzen kann es sein, dass ich weniger belastbar bin. Die Schmerzen führen in manchen Fällen zu Unwohlsein, eingeschränkter Mobilität oder erschweren längeres Sitzen oder Stehen.
Zeitweise eingeschränkte Mobilität: Längere Bewegungsphasen können dazu führen, dass ich schneller ermüde oder auf eine Sitzgelegenheit angewiesen bin.
Konzentrationsstörung und Überreizung: Ich nehme Reize (z. B. Geräusche, visuelle Eindrücke, Gerüche) oft intensiver wahr, was die Verarbeitung von Informationen erschwert. Das kann beispielsweise zu Schwierigkeiten beim Fokussieren führen und in Vergesslichkeit münden.
Chronische Erschöpfung: Ich erlebe immer wieder Phasen von Müdigkeit und Erschöpfung, die auf unterschiedliche Art belastend sind. An solchen Tagen fällt es mir schwer, über längere Zeiträume hinweg fokussiert zu arbeiten oder aktiv zu bleiben, wodurch sich mein Pausenbedürfnis erhöht und ich zwischendurch Einschnitte bei sozialen Interaktionen außerhalb des Seminarrahmens machen muss.
Erhöhte Infektanfälligkeit: Ich habe eine höhere Anfälligkeit für Infektionen, was sich auf mein Sicherheitsbedürfnis auswirken kann. In bestimmten Situationen, wie in größeren Gruppen oder bei der Arbeit in nicht optimal belüfteten Räumen, kann es sein, dass ich vorsichtiger bin und auf Hygienemaßnahmen (wie das Tragen einer Maske oder häufiges Händewaschen) angewiesen bin, um das Risiko einer Erkrankung zu minimieren.
Kommunikation
E-Mails sind mein bevorzugter Kommunikationsweg für kurze Updates und Nachfragen. Bei dringlichen Anliegen funktioniert auch ein Telefonat.
Ich wünsche mir klare und direkte Kommunikation, das bezieht sich sowohl auf den Informationsfluss als auch rechtzeitige Nachfragen bei Unklarheiten und Unsicherheiten. Sarkasmus, vage Hinweise und ähnliches in Schriftform sollten klar als diese markiert oder vermieden werden. Zentrale Informationen sollten in schriftlicher Form festgehalten werden, z.B per E-Mail oder einem vorher abgesprochenen gemeinsamen Planungsdokument.
Konstante Ansprechpartner*innen erleichtern mir die Zusammenarbeit. Sollte ich aus irgendwelchen Gründen (unabgesprochen) für einen langen Zeitraum nicht erreichbar sein, was bis jetzt noch nicht vorgekommen ist, könnt ihr bei meinen Kolleg*innen der stuhlkreis_revolte nachfragen: anfrage@stuhlkreisrevolte.de
Vor- und Nachbereitungstreffen
Ich bevorzuge Videokonferenzen für Auftragsklärungen, Vorbereitungs-, Planungs- und Auswertungstreffen. Treffen in Präsenz sind in Ausnahmefällen abgesprochen möglich, z.B wenn es für eine Begehung des Veranstaltungsortes Sinn macht. Wenn möglich lege ich bei größeren Projekten Termine gerne schon möglichst zu Beginn fest.
Termine in Präsenz sollten an einem ruhigen Ort, z.B einem Büro oder Seminarraum stattfinden, nicht in einem Cafè oder anderen belebten Orten. Der Ort sollte von der nächstgelegenen Haltestelle in max. 15 Minuten Laufzeit erreichbar sein.
Veranstaltungsablauf
Bei ganztägigen Veranstaltungen plant bitte mindestens eine Stunde Mittagspause ein, dass danke nicht nur ich euch, sondern auch eure Teilnehmenden.
Veranstaltungsräume
Plena sollten in abgeschlossenen Räumen stattfinden, das schließt z.B. Raumabschnitte mit offenen Übergängen zu anderen Arbeitsorten, Ankommensbereich, Essbereichen etc. aus.
Für Workshops braucht es Räume, die groß genug für die Gesamtgruppe, inklusive Bewegungsfreiheit für aktivere Methoden sind und nicht als Durchgangsräume genutzt werden.
Der Zugang zu sauberen und verfügbaren genderneutralen Toiletten ist wichtig für mich.
Der Veranstaltungsort sollte gut lüftbar sein oder über einen Luftfilter/eine Luftfilteranlage verfügen.
Für mehrtägige Veranstaltungsmoderation (Fachtage, Vernetzungsveranstaltungen, …) benötige ich einen ruhigen Raum mit Tischen für Absprachen und Vorbereitungen, der nur von Moderations- und Organisationsteam genutzt wird.
Bei mehrtägigen Veranstaltungen hilft mir ein Stille-Raum, der für alle Teilnehmenden in dieser Funktion zugänglich sein sollte. Der Raum sollte am Veranstaltungsort einfach auffindbar sein, ein schließbarer Raum, idealerweise nicht hellhörig, mit gedämmtem Licht oder genug Tageslicht. Teil des Raums sollten bequeme Stühle oder andere Sitzgelegenheiten sein, mit Optionen auf dem Boden (z.B an die Wand gelehnt) zu sitzen.
Infektionsschutz
Meine Sicherheit (und die aller anderen) erhöht sich, wenn für Veranstaltung darum gebeten wird sich vorher mit einem Covid-Schnelltest zu testen und generell nicht mit (individuell ungewöhnlichen) erkältungsähnlichen Symptomen teil zu nehmen. Das gilt sowohl für die Veranstaltungen selber als auch für Vorbereitungs- und Planungstreffen in Präsenz.
In manchen Fällen werde ich entscheiden eine FFP2 Maske vor Ort zu tragen und nur für kurze Sequenzen abzunehmen.
Reisen
Ich reise mit öffentlichem Nah- und Fernverkehr (2. Klasse, schnellste Strecke, i.d.R Flexpreis).
Die Kosten für meine An- und Abreise zu/von Präsenzterminen und Veranstaltungen müssen übernommen werden sowie Kosten für Sitzplatzreservierungen in Zügen.
Fahrtzeiten vom Hauptbahnhof Berlin oder Bahnhof Südkreuz bis zum Veranstaltungsort sollten maximal 5 Stunden betragen, mit maximal 2 Umstiegen und maximal 15 Minuten Laufweg von Haltestelle zu Veranstaltungsort. Umstiegszeiten müssen in mindestens 15 Minuten möglich sein, wenn der Umstieg direkt am selben Ort passiert. Bei umstiegen von einem Bahnhof zu einer Bushaltestelle muss die Umstiegszeit mindestens 20 Minuten betragen.
Sollte eine Verbindung zur Veranstaltung vor 7 Uhr Morgens notwendig sein, um rechtzeitig zum Veranstaltungsstart anzukommen, benötige ich eine frühere Anreise am Vortag.
Unterkunft und Verpflegung
Bei Veranstaltungen mit Übernachtung benötige ich eine Unterkunft im Einzelzimmer mit eigenem Bad, mit höchstens 15 Minuten Laufzeit zum vom Veranstaltungsort.
Ich ernähre mich vegan und bin auf eine zuverlässige, ausgewogene Versorgung angewiesen.
Wenn während der Durchführung, sowie an An- und Abreise Tagen keine Versorgung stattfindet, sollten die Kosten für Mahlzeiten (Frühstück, Mittag- und Abendessen) erstattet werden.
Auf- und Abbau von Veranstaltungen
Ich kann und werde in der Regel keine schweren Gegenstände heben oder intensiv bei der Einrichtung oder Aufräumen von Räumen unterstützen.
Ich kann ab 60-90 Minuten vor Veranstaltungsbeginn anwesend sein, für letzte organisatorische Absprachen, Koordination mit (anderen) Referent*innen/Übersetzer*innen/… oder Entscheidungsunterstützung beim Aufbau. Ich benötige davon mindestens 15-30 Min. für meine individuellen Vorbereitungen am Veranstaltungsort.
Bild- und Tonaufnahmen
Sind Bild- und Videoaufnahmen während der Veranstaltung geplant, bitte ich um vorherige Absprache, z.B in einem Vorbereitungstreffen.
Weitere Zugangskosten
Für den seltenen Fall, dass ich alleine und nicht in einem bekannten Team arbeite: Gerade bei mehrtägigen Veranstaltung in Präsenz kann es für mich hilfreich sein, eine (mir bekannte) Begleitperson dabei zu haben, um beispielsweise spontan kleinere Handgriffe für mich zu übernehmen, bei Regulation zu unterstützen und ansprechbar für mich zu sein. Das ist keine Voraussetzung. Sollte die einkalkulation davon vollständig (oder auf verschiedenen Ebenen, z.B die Übernahme von Reise-, Verpflegungskosten und Übernachtung) möglich sein, lasst uns dazu gerne ins Gespräch kommen.